25.10.14

thinking about..... class reunion


Klassentreffen.

Nun bin ich ja erst 25 Jahre alt, werde aber heute bereits zum zweiten Mal zu einem Klassentreffen gehen. Früher dachte ich immer, das wäre was für alte Leute - bin ich jetzt alt oder macht man sowas mittlerweile einfach früher? Ich weiß es nicht. 





Ich bin mir ehrlich gesagt gar nicht so sicher, was der eigentliche Sinn von solchen Klassentreffen ist. Man findet sich nach jahrelanger Funkstille in irgendeiner ollen Szenekneipe zusammen und jeder versucht, sein Leben so toll wie möglich darzustellen. Alle nicken dann begeistert und beglückwünschen einen, man kann ja theoretisch sonstwas erzählen, denn wenn man sich außerhalb dieser Treffen nicht sieht, kann das schließlich keiner nachprüfen. Oder hat schon mal jemand von euch erlebt, dass jemand auf so einem Treffen rotzehrlich war und mit tränennassen Augen über die Perspektivlosigkeit in seinem Leben schwafelte? Vermutlich nicht. Aber vielleicht irre ich mich auch. 

Jedenfalls - ich bin etwas hin- und hergerissen; ich habe mir extra freigenommen heute Abend um diesem Spektakel beizuwohnen, einerseits bin ich tatsächlich gespannt darauf, all die Leute aus meiner alten Grundschulklasse wiederzusehen, andererseits ist mein Interesse auch nicht allzu groß, denn, es wird schon einen Grund haben, dass ich bis auf ein paar sporadische Facebook"freundschaften" mit niemandem mehr Kontakt habe.

Ich frage mich natürlich auch - wie werde ich auf die anderen wirken, die ja auch jahrelang keinen Kontakt mit mir hatten? Werden sie überrascht sein oder werde ich dem Bild entsprechen, was sie von mir im Kopf hatten? Was ziehe ich an? Die Frage beschäftigt mich in der Tat am meisten. 

Dadurch, dass ich sonst den Großteil meines Tages mit den absoluten Fashionfreaks verbringe, bin ich es gewohnt, dass Fabi, sobald ich den Raum betrete, schreit "Uhhhh, du trägst heute das Prada Parfum!" Und Sascha währenddessen schon den Rest meines Outfits begutachtet und sowas haucht wie "Ohhh, was für sexy Schuhe!" Das mag jetzt alles total oberflächlich klingen, aber über sowas denke ich gerade nach, während ich ganz klischeemäßig an meiner Mate nuckle. 

Vielleicht, nein, ganz sicher, mache ich mir gerade aber viel zu viele Gedanken. Ich werde nachher einfach das anziehen, was mir als erstes in die Quere kommt und solange ich mich darin gut fühle, wird auch alles gut. 

Klassentreffen, sowas absurdes :D 



20.09.14

thinking about.... growing up


"Das war der Punkt, an dem ich mich zum ersten Mal so richtig erwachsen fühlte." 

Ich denke in letzter Zeit öfter an dieses Gespräch zurück, als wir, auf dem Raucherhof sitzend, über seine Hochzeit reden. (Mein Dozent hat mit 45 geheiratet und sich ab diesem Augenblick erwachsen gefühlt.)

Ab wann ist man "erwachsen"? Gibt es den einen Moment im Leben, in dem man plötzlich das Gefühl hat, man sei gerade "erwachsen" geworden?  Gibt es Menschen, die niemals diesen Moment erleben, in dem sie sich plötzlich ganz und gar "erwachsen" fühlen?

Bin ich "erwachsen"? Wenn ja, seit wann? Wenn nein, ab wann werde ich es sein? Und, "Erwachsensein", was heißt das eigentlich?

Fragen über Fragen, und wer hat denn nun die Antworten?

Wer meinen Woodstock Post aufmerksam gelesen hat, dem wird wohl eine Zeile nicht entgangen sein ("Es gab dieses Woodstock auch einen für mich sehr prägenden Moment, der mit meinem Erwachsenendasein zu tun hat") - und genau davon will ich nun erzählen.

A. und ich saßen abends auf den Sandhügeln unweit unseres Camps, tranken köstliches polnisches Dosenbier und folgten dem Geschehen auf der kleinen Bühne. Wir unterhielten uns darüber, wie sehr sich das Woodstock in den letzten Jahres gewandelt hatte und versuchten, die Ursachen dafür auszumachen. Während A. noch nicht ganz so lange dabei ist wie ich, kann ich auf eine zehnjährige Woodstockgeschichte zurückblicken. Ich war das erste Mal mit 15 dort, alles war völlig ungeplant und chaotisch, ich fuhr mit einem Freund hin, den ich dann vor Ort auch noch verlor, ich hatte kein Geld auf meinem Handy und kannte sonst niemanden dort. Ich hab mich dann das Wochenende alleine durchgeschlagen und es war trotzdem irgendwie so cool, dass ich das Jahr darauf wieder hinfahren wollte. Diesmal mit zwei anderen Freundinnen. Auch damals waren wir nicht gerade gut  vorbereitet und hatten viele essentielle Dinge nicht dabei, Dinge, an die man eben nicht denkt, wenn man jung ist und sich darüber freut, ein kleines Abenteuer fernab von Zuhause und ohne Aufsicht zu erleben. Ich erinnere mich dunkel, dass wir meist zu dritt in einem winzigen Zelt genächtigt haben, und Isomatten, ich bezweifle stark, dass wir so etwas damals dabei hatten. Zwei Schlafsäcke vielleicht, die wir uns zu dritt teilten. Einen Gaskocher, Besteck oder wenigstens Sonnencreme - nichts von alledem hatten wir damals dabei. Bis wir vor einigen Jahren auf die Idee kamen, zumindest einen Pavillon oder wenigstens eine Plane mitzunehmen, haben wir tagelang in der brütenden Sonne geschmort, im strömenden Regen gesessen, jeden Abend zu viel getrunken und gekotzt, und am nächsten Tag trotzdem weitergemacht. Irgendwie hab ich das Gefühl, wir waren in diesem Alter einfach noch etwas resistent, was das Lernen aus Fehlern angeht. 

Über die letzten etwa 4 Jahre, haben wir unser Woodstock mehr und mehr perfektioniert, wir waren noch immer der kleine Kern, der von Beginn an dabei war, es kamen jedoch stetig mehr Leute hinzu, wir fingen wochenlang vorher an zu planen, kauften Pavillons, Lampions, Gaskartuschen, Mückenspray, all diese wichtigen Dinge, die einem das tagelange Campen in freier Natur irgendwie erträglicher machen. Und nach jedem Jahr hatten wir auf der Rückreise das Gefühl, es wäre bisher das beste Woodstock ever gewesen. 

Dieses Gefühl blieb dieses Jahr leider aus. Als wir da saßen, auf diesen Sandhügeln, liess ich all die Woodstock Jahre in meinem Kopf Revue passieren. "Woodstock, das steht irgendwie stellvertretend für meine Jugend" sage ich zu A., der zustimmend nickt. Ich verfalle in einen regelrechten Redefluss, erzähle all die Geschichten von den Woodstocks, auf denen er noch nicht dabei war, und dann die, bei denen er dabei war. Ich muss viel lächeln währenddessen, aber es schwingt eine überwältigende Wehmut mit. "Ich habe das Gefühl, dass meine Jugend in den letzten Tagen hier irgendwo auf der Strecke geblieben ist. Dieses Woodstock ist so anders als all die Jahre zuvor, dieses hier hat so einen bitteren Beigeschmack." 

Während ich das ausspreche, wird mir klar, dass ich trotz meinem Hang zur Dramatik dieses Mal aber wirklich nicht übertreibe, ich meine es genau so, wie ich es sage. Diese Erkenntnis ist irgendwie niederschmetternd, ich trinke einen großen Schluck Bier und versuche damit den dicken Wehmutskloß in meinem Hals loszuwerden. Wir schweigen eine Weile, halten dabei unsere Hände, beobachten die blinkenden Lichter auf der Bühne und ohne es nochmal auszusprechen, wissen wir beide, dass diese Zeit vorbei ist, Woodstock wird für uns niemals mehr dasselbe sein. Irgendwie sind wir erwachsener geworden.


 





 

17.08.14

Fashion... Autumn Inspirations


 Ich muss mich an dieser Stelle einmal selbst bemitleiden - seit Montagabend ging es mit meinem gesundheitlichen Zustand ganz schön bergab, ich bin nicht oft krank, aber wenn ich mal ein paar Tage keinerlei Verpflichtungen hab, merkt mein Körper das sofort und foltert mich aufs Übelste. Während es mit dicken Mandeln und stark bewegungseinschränkenden Gliederschmerzen losging, bin ich mittlerweile bei einer Mittelohrentzündung. Ich lag zwar fast die gesamte letzte Woche tagsüber im Bett rum, aber erholt und genesen bin ich keineswegs. Hmpf. Ich befinde mich aber so langsam auf dem Weg der Besserung (glaube ich zumindest, bevor das mit den Ohren losging, dachte ich das auch schon mal...wer weiß was jetzt noch kommt.) und hoffe, dass ich wenigstens die kommende freie Woche noch irgendwie genießen und nutzen kann.

Während ich dann also krank im Bett rumlag und die Verfärbung der Blätter meiner Tomatenpflanze auf dem Balkon beobachten konnte, stellte sich bei mir so langsam schon mal eine Herbststimmung ein, und ja, daraus entstand dann quasi dieser Post. Ich habe meine Herbstfavoriten rausgesucht (aus Faulheit war ich nur auf einer einzigen Seite unterwegs, nämlich Sheinside) und werde sie euch nun zeigen.

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Since I am still feeling sick I have nothing better to do then lying in my bed the whole day. And while I was watching the changing leaf colors of my tomato plant I somehow got in that kind of autumn mood. I started searching for must-haves and favorites for the coming A/W season and here I am now, sharing them with you.

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Jacken / Mäntel

Ich bin bekennende Jacken- und Mäntelliebhaberin und könnte mir ständig irgendwas neues kaufen, leider bin ich nicht so gut ausgestattet, dass es mir möglich ist, an jedem Tag des Jahres mit einer anderen Jacke rauszuspazieren, aber mein Jacken- bzw Mäntelbestand ist auf jeden Fall akzeptabel.
Und da ich Jacken und Mäntel so sehr liebe, habe ich hier auch die meisten Modelle rausgesucht. Farblich (natürlich) vorwiegend schwarz, grau ist auch erlaubt und nun ja, gelegentlich kommt der Spießer in  mir durch und findet plötzlich beige, hellgraue, oder gar greige Outerwear-Teile total lässig. 

Mein Favorit aus der ersten Reihe ist definitiv das zweite Modell - wie cool ist bitte diese Jacke????


Mein Favorit hier ist auf jeden Fall das erste Modell, ich sehe mich direkt darin und habe tausend Outfits dazu im Kopf. (mein zweiter Platz hier ist diese ultra coole halbdurchsichtige Streifenjacke)


 In dieser Reihe hier würde ich mich tatsächlich für das erste Modell entscheiden, den zarte Rosé-Ton sehe ich als nette Ergänzung zu meinem kräftiger eingefärbten Haupthaar.



Oberteile

Nunja, die Farbwahl dürfte auch hier nicht überraschend sein, am liebsten habe ich es ja tatsächlich, wenn Oberteile bis über den Hintern gehen, mir ist zwar bewusst, dass das optisch die Beine verkürzt, aber an mir selbst finde ich es einfach schöner, wenn die Oberteile etwas länger sind (auch wenn ich nun wirklich nicht mit Nadja Auermann Beinen gesegnet bin)


 Hier gefällt mir das zweite besonders gut, aber auch das erste ist für mich irgendwie ein tolles Herbst Must Have.



 Hosen /Jumpsuits

Mittlerweile bin ich ja doch ein Hosenfan (wer meinen Blog schon länger liest, wird sich erinnern, dass ich früher niemals Hosen trug), auch Jumpsuits finde ich zur Zeit ziemlich cool und gerade mit etwas weiteren Beinen, dazu dann hohe Schuhe, am besten Blockabsazu, darüber dann ein Trench und irgendwie is das doch ein perfektes Herbstoutfit? :D

Also hier muss ich sagen, dass ich die erste Hose richtig gut finde, die würde viele Oberteile aus meinem Kleiderschrank gut ergänzen.
 

Röcke

Ach, Röcke gehören zum Herbst wie bunte Blätter und Gewitter! Natürlich  am besten in meiner liebsten Nichtfarbe schwarz.

Hier liebäugel ich mit dem ersten, das ist auch so ein typisches Kleidungsstück was einfach meinen Namen schreit und ich genau weiß, wie es an mir aussehen und zu was ich es kombinieren würde.
 


 Huch, hier hat sich wohl noch ein Kleid mit eingeschlichen ;) Das Kleid hat mir irgendwie gut gefallen, die Idee ist süß und aussehen tut das Ganze an einem Körper sicher auch toll. Hier schwanke ich zwischen dem zweiten Rock in schwarz/weiß und dem Klavierkleidchen.
 

 Accessories

Zu einem coolen Herbstoutfit gehören natürlich auch noch ein paar Accessoires. Schwarz und Gold geht meiner Meinung nach immer und laut Printmagazinen und Onlinemagazinen ist das dieses Jahr sogar ein oft gesehener Trend. Na dann :D


 Die Ketten find ich alle irgendwie richtig gut, ich würde direkt allen nehmen und könnte mich gar nicht entscheiden... Und hey, Statementketten sind immer gut :D

Auch wenn ich sonst nicht so der Fan von Farbe bin (zumindest an mir selbst), fand ich die Tasche irgendwie ansprechend und die Farbe ist meiner Meinung nach auch herbstlich und würde sich nicht mal mit meinen Haaren beißen. Gürtel für die Betonung der Taille kann man niemals genug haben und ich hab hier zwei Modelle rausgesucht, die quasi zu allem tragbar sind - der erste klassisch, elegant, eher dezent. Der zweite hingegen verspielt, romantisch, ein Eyecatcher.




Ich weiß, für andere Leute ist der Herbst bunter, auch was die Kleidung angeht, aber ich finde, ich habe trotzdem eine ansehnliche Auswahl zusammengestellt. Was meint ihr? Was sind eure Herbst Must Haves? Was von den Sachen, die ich euch gezeigt hab, gefällt euch ebenfalls? Oder was gefällt euch hier überhaupt nicht?


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I know, the majority of people thinks that autumn is more colorful, especially the clothes, but for me it's not. Nevertheless I would say I posted a nice selection of wearable clothes for the coming season. What do you think? What are your favorites and must-haves? Do you like the stuff I posted or not? 



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